Geschichte

1784

Markgraf Karl Friedrich gründet die Karlsruher Taubstummenanstalt.

1784-1817

Im Sommer 1784 nimmt W. Hemeling seine Arbeit auf. Er unterrichtet 5 bis 7 Schülerinnen und Schüler zehn Stunden in der Woche.

1817-1826

Johann Georg König übernimmt die Leitung. Gemäß seiner Ausbildung in Paris wird dem Lesen und Schreiben besonderes Gewicht gegeben und es werden alle Lerninhalte in schriftlicher Form vermittelt. „Das Sprechen und Absehen vom Munde wurde mehr als Luxusgegenstand, als eine nebensächliche Kunstleistung behandelt.“

1826

Nach der Gründung der Landestaubstummenanstalt in Pforzheim wird die Karlsruher Anstalt aufgelöst.

2. Sprachheilkurse in Karlsruhe (1890-1923)

Alberst Gutzmann schafft 1879 die theoretischen Grundlagen und Anleitungen zur Behandlung von Sprachgestörten. Entscheidend für spätere Entwicklungen ist sein Bemühen, die Behandlung “Sprachgestörter” als Aufgabe der Schulorganisation erreicht zu haben.

1890

Es finden erste unentgeltliche Kurse für stotternde und mit anderen Sprachbehinderungen behaftete Kinder außerhalb der regelmäßigen Schulstunden statt. Die Kinder werden in drei Gruppen unterteilt:

  1. Stotterer
  2. Stammler
  3. Schülerinnen und Schüler aus den Gruppen 1 und 2 zur Festigung des Gelernten.